Mein eigener Planer entsteht

11. Juni 2019

In den letzten Monaten, ja sogar Jahren habe ich ziemlich viel mit Planern und Notizbüchern experimentiert. Immer wieder bin ich zwischen unterschiedlichen Ansätzen und Formaten hin und her gewechselt. Inklusive einem regelmäßigen Wechsel zwischen digital und analog. Mein Ziel war es einen guten Workflow zu finden um mich zu organisieren. Folgende Ansätze habe ich probiert (mit meinen Erfahrungen)

Getting Things Done

Für mich ein toller Ansatz um Aufgaben zu organisieren. Das Verwalten von Notizen und „Gedanken“ habe ich damit nicht gut hinbekommen

Bullet Journal / Good Notes

Unheimlich flexibles und simples System. Mir ging es aber ziemlich auf die Nerven, dass ich die Vorlagen wieder und wieder „malen“ musste. Vor allem den Tagesplaner. Ich habe mir für’s iPad ein paar digitale Good Notes Vorlagen erstellt, aber Stift und Papier funktionieren für mich einfach besser.

Full Focus Planner (FFP)

Ein gutes und mächtiges System, das besonders gut funktioniert wenn man sich auf das gesamte Michael Hyatt Universum einlässt. Der Planer ist top gemacht, sehr durchdacht und von hoher Qualität. Es gibt jedoch ein paar Bereiche, die ich überhaupt nicht benutze:

  • Goals: Mir ist das zu unübersichtlich. Ich muss die Übersicht (Jahresmotto, Quartalsziele,…) außerhalb des FFP pflegen. Außerdem plane ich meine „Ziele“ nicht auf dem Detaillevel in meinem Planer. Die kommen mit den Aufgaben nach OmniFocus
  • Weekly Review: Das passt nicht so recht mit meinem Gesamtworkflow zusammen
  • Monthly Calendar: Dafür habe ich einen digitalen Kalender in Outlook
  • Rolling Quarter: Dafür habe ich keine rechte Anwendung

Das in Kombination mit den exorbitanten Versandkosten aus dem USA machen den Planer insgesamt unattraktiv für mich.

The One Thing

Was mir hier besonders gut gefällt is das Konzept des „Goalsetting to the now“. Die Sometimes Goals und Jahresziele geben einen guten Überblick. Über die Quartale kann man sie sehr gut auf die Monate runterbrechen und Verteilen. Leider funktioniert der „One Thing Planner“ nicht für mich. Damit komme ich für die tägliche Planung überhaupt nicht zurecht.

Mein Planer

Mit keinem Ansatz war ich also so richtig zufrieden. Daher habe ich entschlossen, einfach einen eigenen Planer zu gestalten. Mein erster Testdruck ist jetzt angekommen und ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Jetzt werde ich meinen Ansatz erst mal ausprobieren und iterativ verbessern. Diese Entwicklung möchte ich mit euch teilen und wenn ihr Ideen oder Anregungen habt, lasst es mich wissen. Vielleicht kommt ja was dabei raus, das für mehr Leute als für mich trägt.

2 Comments

  • Reply Dewi 11. Juni 2019 at 20:23

    Hi Sascha, danke für das Teilen, da bin ich gespannt und auch neugierig, wie Du das angegangen bist.
    Magst Du vielleicht erläutern, was Du unter „guter Workflow“ und „Dich organisieren“ verstehst?
    VG

    • Reply Sascha 12. Juni 2019 at 09:41

      Hi Dewi, zu meinem Workflow habe ich auch eine Blogpostreihe geplant. 🙂
      Das ist insgesamt ein längeres Thema, weil es hier für mich um mehr geht als nur das Führen einer ToDo Liste. Das fängt an mit einer Idee meiner Lebensziele bzw. Lebensbereiche die mir wichtig sind. Daraus leite ich eine Richtung für mich ab in die ich in den nächsten Jahren gehen will, die wird runtergebrochen auf Jahre, Quartale, Monate usw. Daraus ergeben sich persönliche Projekte, die ich planen kann.
      Das ganze muss natürlich mit meinen Aufgaben im Berufsalltag zusammenspielen. D.h. ich brauche eine Idee, wie ich Freizeit und Arbeitszeit plane und was ich wann mache.
      Gewürzt wird das ganze mit wöchentlichen Planungs- und Reviewsessions um sicherzustellen, dass ich immer noch in die richtige Richtung laufe.
      Im Berufsalltag würde man sagen eine Kombination aus strategischer und taktischer Planung. Halt nicht nur auf den Beruf festgelegt (und ohne die KPIs für’s Leben). Da geht es mir eher darum Klarheit zu haben, was mir eigentlich wichtig ist und danach zu handeln.
      Auch wenn es sich so anhört ist es am Ende gar nicht so kompliziert, wenn man mal seinen Weg gefunden hat. Der Planer ist tatsächlich für die taktische Planung des Alltag gedacht.
      Ich hoffe, das hilft dir erst mal. Wenn du nicht auf die Postings warten willst, können wir uns auch mal dazu direkt austauschen.
      Viele Grüße,
      Sascha

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